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Figuren zur Verkehrs­beruhigung

Verkehrsberuhigung einmal anders: Holzfiguren gegen Raser

Als ansprechend und wirksam hat sich die in unserem Dorf Ottenhofen im Osten von München seit einigen Jahren praktizierte Art der Verkehrsberuhigung erwiesen: In den Wohngebieten stehen lustig bunt angemalte Holzfiguren an der Straße.

Auf dieser Seite finden Sie kostenlose Vorlagen zum Herunterladen und eine Anleitung, um die Figuren selbst herzustellen. Das macht Spaß und das Ausmalen kann z.B. eine tolle Aktion für Kindergartengruppen oder Grundschulklassen sein. Starten auch Sie in Ihrem Ort eine Elterninitiative, um gemeinsam mit Ihren Kindern Ihre eigenen Holzfiguren zu basteln!

Lesen Sie sich vor Beginn die Anleitung einmal komplett durch, um den Ablauf planen zu können und genau zu wissen, welche Teile Sie benötigen.

Diese Anleitung darf nur für den Eigengebrauch verwendet werden. Jegliche Haftung für Schäden, die aus Herstellung und späterer Verwendung der Figuren resultieren, ist ausdrücklich ausgeschlossen.

Figuren zur Verkehrs­beruhigung
Farbenfrohe „Holzkinder“ sollen Raser stoppen

Ottenhofen  –  Sieben Edding-Stifte, 9,6 Quadratmeter Papier, einen Radiergummi, vier Stichsägen, 63 Pinsel, 15 Quadratmeter Nadelsperrholzplatten, 10,5 Liter Acrylfarbe: Das alles verbrauchten die Teilnehmer der Ferienaktion „Verkehrsberuhigung von Kindern für Kinder“ zur Herstellung ihrer fast lebensgroßen Holzkinder. Die kunterbunten Figuren werden künftig Gartenzäune, Bäume, Sicherungskästen und Trennwände zieren, um auf recht innovative und kreative Weise durchfahrende Autofahrer auszubremsen…

Münchner Merkur

Schritt 1: Vorlagen herunterladen

Suchen Sie sich die Figuren aus, die Sie als Holzfigur herstellen möchten und laden Sie die entsprechenden PDF-Dateien herunter.

Überlegen Sie sich jetzt bereits, an welchem Standort Sie die Figur aufstellen möchten (s. dazu Hinweise im letzten Schritt unten). Soll die Figur nach links oder rechts schauen? Für beide Varianten gibt es jeweils ein PDF. Wenn die Figur so aufgestellt werden soll, dass sie von beiden Seiten sichtbar ist und bemalt werden soll, laden Sie beide zur Figur gehörenden Vorlagen herunter.

Zeichnungen: Eva Orinsky

Schritt 2: Werkzeug und Materialien

Zum Anfertigen der Figuren benötigen Sie folgende Hilfsmittel:

  • Stichsäge

  • ggf. Bohrmaschine mit Holzbohrer (bei Figuren mit innenliegenden Zwischenräumen)

  • Schleifpapier (ggf. Excenter-Schleifer)

  • ggf. Holzspachtelmasse und Spachtel

  • Bleistift und Radiergummi

  • ggf. Durchschreibepapier (Kohlepapier)

  • wasserfester, schwarzer Marker mit dicker, runder Spitze

  • transparente Klebestreifen oder Klebestift

  • Holzschutzmittel, matt (z.B. Aqua Clou L11 „holzlack protect“)

  • Pinsel in verschiedenen Breiten

  • ggf. Walze

  • verschiedene Acrylfarben (wasserfest)
    Verwenden Sie möglichst lösungsmittelarme (bzw. wasserbasierte) Farben. Als Grundausstattung empfiehlt sich Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz und Weiß. Damit lassen sich viele andere Farben mischen. Um möglichst helle, leuchtende Farben zu bekommen, empfehlen wir, noch ein paar weitere, fertig gemischte Farben zu kaufen. Für die Hautfarbe empfehlen wir einen Ockerton, der mit weiß gemischt werden kann.

  • Material zum Aufstellen der Figur (s. Abschnitt „Aufstellen“)

Schritt 3: Plattenmaterial

  1. Als Plattenmaterial wird eine wasserfest verleimte Sperrholzplatte verwendet. Wir empfehlen Seekiefer (Stärke 10 – 12 mm), da diese sehr witterungsbeständig ist (gibt es in der Holzhandlung und in manchen Baumärkten). Sägen Sie die Platte rechteckig entsprechend den Außenmaßen der gewählten Figur plus ein paar Zentimeter Zugabe zu (s. Übersicht oben) bzw. lassen Sie sie gleich beim Kauf so zuschneiden.

  2. Schleifen Sie die Kanten leicht an, um die Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten während der nachfolgenden Schritte zu verringern. Benutzen Sie dazu einen mit Schleifpapier umwickelten Holzblock.

  3. Schleifen Sie anschließend die beiden Flächen der Platte gründlich (mit einem Excenter-Schleifer, falls vorhanden), bis sie glatt sind.

Plattenmaterial (Bild 1)Plattenmaterial (Bild 2)Plattenmaterial (Bild 3)

Schritt 4: Konturen übertragen

Wenn das Motiv nur auf eine Seite der Figur gemalt werden soll, prüfen Sie, welche Seite der Platte schöner ist.

Für das Übertragen der Konturen gibt es zwei Möglichkeiten:

Erstellen einer großen Vorlage und Durchpausen (einfachere Methode, je nach Alter auch mit Kindern möglich)

  1. Drucken Sie die PDF-Seiten vollständig auf DIN-A4-Blättern aus. Achten Sie darauf, dass im Druckmenü als Druckgröße „keine Seitenanpassung“ oder „tatsächliche Größe“ ausgewählt ist.

  2. Erstellen Sie die waagerechten Papierreihen, indem Sie von jedem Blatt den linken Rand an der Linie abschneiden und es so mit dem Rand des vorigen Blattes aus dieser Reihe überlappen, dass sich die Konturen nahtlos fortsetzen. Kleben Sie die Blätter mit Klebestreifen oder Klebestift zusammen.

  3. Fügen Sie die so erzeugten Papierreihen zum Gesamtbild zusammen, indem Sie von jeder Reihe (außer der obersten) den oberen Rand an der Linie abschneiden und sie dort mit der nächst höheren Reihe verkleben.

  4. Legen Sie die große Vorlage auf die ausgewählte Seite der Holzplatte und fixieren Sie sie an einer Seite per Klebestreifen auf der Platte.

  5. Legen Sie nun das Durchschreibepapier zwischen Vorlage und Platte (falls genug vorhanden, gleich ganze Fläche auslegen).

  6. Pausen Sie die Innen- und Außenkonturen der Figur auf die Platte durch, am Besten bearbeiten Sie ein Rasterfeld nach dem anderen.

  7. Lösen Sie die Vorlage vorsichtig von der Platte, falls Sie sie für weitere Exemplare der gleichen Figur wiederverwenden möchten.

Alternativ: Rastermethode (für Profis)

  1. Drucken Sie nur die erste Seite der Vorlage aus (Deckblatt mit kleiner Ansicht der ganzen Figur).

  2. Übertragen Sie mit Bleistift das kleine Raster auf der Vorlage (waagerechte und senkrechte Linien) als großes Raster (s. angegebene Außenmaße der Figur) auf die Holzplatte. Beachten Sie, dass je nach Vorlage nicht alle Felder gleich groß sind.

  3. Übertragen Sie nun mit Bleistift per Augenmaß und frei Hand nach und nach alle Innen- und Außenkonturen aus der kleinen Vorlage in groß auf die Platte. Orientieren Sie sich an den senkrechten und waagerechten Rasterlinien.

Wenn Sie möchten, können Sie per Bleistift noch eigene Details hinzufügen, z.B. den Fußball an den aktuellen WM-Ball anpassen ;-)

Sind die Konturen fertig, fahren Sie sie nochmal mit einem schwarzen Textmarker nach. Dabei können Sie kleine Ungenauigkeiten vom Durchzeichnen korrigieren bzw. vergessene Linien ergänzen.

Konturen übertragen (Bild 4)Konturen übertragen (Bild 5)Konturen übertragen (Bild 6)Konturen übertragen (Bild 7)Konturen übertragen (Bild 8)Konturen übertragen (Bild 9)Konturen übertragen (Bild 10)Konturen übertragen (Bild 11)Konturen übertragen (Bild 12)Konturen übertragen (Bild 13)Konturen übertragen (Bild 14)

Schritt 5: Figur aussägen

Sorgen Sie für ausreichende Sicherheit am Arbeitsplatz und verwenden Sie eine geeignete Unterlage (z.B. Holzböcke).

Sägen Sie die Figuren aus, indem Sie nacheinander kleinere Abschnitte entlang der Außenkonturen absägen. Profis sägen von der Unterseite der Platte (s. Fotos), da Ausrisse dann ggf. auf der weniger schönen Seite passieren. Für weniger Erfahrene ist es von oben einfacher.

Manche Figuren haben auch weiter innenliegend einen Zwischenraum, der ausgesägt wird (z.B. das Dreieck zwischen Arm und Shirt bei Figur „Flo“). Bohren Sie hier zunächst ein oder mehrere Löcher, durch die das Sägeblatt passt.

Figur aussägen (Bild 15)Figur aussägen (Bild 16)Figur aussägen (Bild 17)Figur aussägen (Bild 18)Figur aussägen (Bild 19)Figur aussägen (Bild 20)

Schritt 6: Kanten ausbessern und schleifen

Schleifen Sie kleinere Lücken oder Risse im Holz auf den Flächen oder in den Kanten per Hand aus, größere können Sie mit Holzkitt zuspachteln (danach trocknen lassen und ggf. nachschleifen). Dadurch wird insgesamt die Witterungsbeständigkeit erhöht.

Kanten ausbessern und schleifen (Bild 21)Kanten ausbessern und schleifen (Bild 22)Kanten ausbessern und schleifen (Bild 23)

Schritt 7: Ggf. Konturen auf Rückseite

Falls die Figur so aufgestellt werden soll, dass sie von beiden Seiten sichtbar ist und auch auf der Rückseite das Motiv haben soll, drucken Sie auch die zweite Version (links oder rechts) der Druckvorlage aus und übertragen Sie die Innenkonturen wie in Schritt 4.

Ggf. Konturen auf Rückseite (Bild 24)Ggf. Konturen auf Rückseite (Bild 25)Ggf. Konturen auf Rückseite (Bild 26)

Schritt 8: Grundieren

Es empfiehlt sich, die Holzfigur vor der Bemalung mit Holzschutzmittel zu behandeln, um die Witterungsbeständigkeit zu erhöhen. Die Flächen können mit einem Pinsel oder einer Walze eingestrichen werden. Besonders wichtig sind auch die Kanten und ggf. Zwischenräume, benutzen Sie dafür einen Pinsel.

Lassen Sie die Figur trocknen.

Grundieren (Bild 27)Grundieren (Bild 28)Grundieren (Bild 29)

Schritt 9: Flächen ausmalen

Das Ausmalen kann von Kindern gemacht werden.

  1. Achten Sie darauf, dass die Figur staubfrei ist. Legen Sie Zeitungspapier unter.

  2. Fangen Sie mit den hautfarbenen Flächen an. Machen Sie die Mischung für die Hautfarbe nicht zu schweinchenrosa – eine Mischung aus Ocker und Weiß wirkt echter. Malen Sie die Hautstellen aus.

  3. Machen Sie mit den anderen Flächen in von Ihnen gewählten Farben weiter. Für die bessere Sichtbarkeit der Figuren auf die Entfernung empfehlen wir helle, leuchtende Farben.

  4. Achten Sie bei gleichfarbigen, aneinandergrenzenden Flächen (bzw. bei Innenkonturen, die durch eine Fläche laufen) darauf, dass die Konturen danach möglichst noch durchscheinen. Sie werden später nochmal nachgezeichnet.

  5. Die Augen haben eine schwarze Pupille, bei den meisten Figuren ist drum herum eine kleine Fläche für andere Farben (blau, braun, grün) für die Iris vorgesehen. Danach kommt der weiße Teil des Auges. Malen Sie am Schluss noch einen kleinen weißen Lichtpunkt in die Pupille, dann leuchtet das Auge richtig lebendig!

  6. Bringen Sie in ggf. noch verbleibenden Dellen oder Rissen großzügig Farbe an.

  7. Lassen Sie die Figur zwischentrocknen.

  8. Wenn die Farbe an einzelnen Stellen zu dünn ist, bringen Sie noch eine weitere Schicht Farbe an.

  9. Malen Sie nach dem Trocknen der Vorderseite auch die Rückseite aus. Wenn Sie im vorigen Schritt die Konturen nur auf der Vorderseite angebracht hatten, und das Motiv nicht auf der Rückseite sichtbar sein soll, malen Sie die Rückseite nur einfarbig bzw. mit verbleibenden Farbresten aus, um die Witterungsbeständigkeit zu erhöhen.

  10. Lassen Sie auch die Rückseite trocknen.

Flächen ausmalen (Bild 30)Flächen ausmalen (Bild 31)Flächen ausmalen (Bild 32)Flächen ausmalen (Bild 33)Flächen ausmalen (Bild 34)Flächen ausmalen (Bild 35)Flächen ausmalen (Bild 36)Flächen ausmalen (Bild 37)

Schritt 10: Konturen nachzeichnen

  1. Zeichnen Sie mit dem schwarzen Marker oder einem dünnen Pinsel und schwarzer Acrylfarbe die Innenkonturen nach.

  2. Für das Nachzeichnen der Außenkonturen fahren Sie am Rand der Figur entlang, so dass einige Millimeter vom Rand schwarz werden.

  3. Falls Sie für die Konturen Acrylfarbe verwendet haben, lassen Sie die Figur zunächst wieder trocknen.

  4. Falls die Rückseite auch mit dem Motiv bemalt wurde, zeichnen Sie auch dort die Innenkonturen nach.

  5. Lassen Sie die Figur trocknen.

Konturen nachzeichnen (Bild 38)Konturen nachzeichnen (Bild 39)Konturen nachzeichnen (Bild 40)Konturen nachzeichnen (Bild 41)Konturen nachzeichnen (Bild 42)Konturen nachzeichnen (Bild 43)

Schritt 11: Kanten abdichten

Bemalen Sie die Kanten der Figur mit schwarzer Farbe. Um Wasser abzuhalten, müssen die Kanten müssen besonders gut mit Farbe bedeckt werden, da bei Regen hier am meisten Wasser auftrifft, das sonst eindringt und im Winter gefrieren und Holzschichten absprengen könnte.

Lassen Sie die Figur komplett trocknen.

Kanten abdichten (Bild 44)

Schritt 12: Aufstellen

Wählen Sie einen geeigneten Standort für die Figur aus, auch danach, ob die Figur von beiden Seiten oder von nur einer Seite gesehen werden soll. Damit sie zum vorsichtigen Fahren veranlasst, sind Plätze in Straßennähe am wirksamsten. Die Figur sollte nicht zu hoch angebracht werden, sondern in Kinder-Geh-Höhe, damit es von der Ferne auf den ersten Blick echt wirkt und Autofahrer den Fuß vom Gaspedal nehmen. Von den Figuren darf jedoch keine Behinderung oder Gefährdung des Verkehrs ausgehen. Falls die Figur auf öffentlichem Grund aufgestellt werden soll, holen Sie zunächst die Genehmigung der Gemeinde ein.

Geeignete Objekte für die Anbringung können z.B. sein:

  • Gartenzäune

  • Haus- oder Garagenwände

  • Bäume

  • Rohrpfosten von Schildern

  • Pfahl, der eingegraben oder in die Erde geschlagen wird

Die Figur muss so gut befestigt werden, dass sie sich nicht selbstständig lösen kann und auch einem Sturm standhält.

Es gibt je nach gewähltem Standort verschiedene Befestigungsmethoden, z.B.

  • anschrauben

  • festbinden

  • ankleben

Aufstellen (Bild 45)Aufstellen (Bild 46)Aufstellen (Bild 47)Aufstellen (Bild 48)

Fertig!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Basteln und Aufstellen Ihrer Figuren! Über ein paar Fotos von den Ergebnissen freuen wir uns sehr.